Schloss Tegernsee

Das Schloss Tegernsee befindet sich an der Uferstraße der Stadt Tegernsee und ist das Residenzschloss des Hauses Wittelsbach und des Herzogs und der Herzogin von Bayern. Ursprünglich ein Teil des überregional bekannten Klosters Tegernsee, wurde das Schloss nach der Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts von König Max I. Joseph von Bayern erworben und in den 1820er Jahren zu seiner heutigen Form umgebaut. Zwischenzeitlich beherbergte es so renommierte Gäste wie den russischen Zaren Nikolaus I. und Kaiser Franz von Österreich. Auch die Herzogin Ludovika, Mutter der berühmten Kaiserin Sissi, wurde in der Familiengruft des Schlosses Tegernsee begraben.

Da das Schloss Tegernsee nach wie vor als private Residenz der Wittelsbacherfamilie dient, kann es – insofern es nicht zu besonderen Anlässen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird – nicht besucht werden. Anders verhält es sich aber mit der ehemaligen Klosterkirche Sankt Quirin, die sich direkt neben dem Schlossflügel befindet und kostenlos besichtigt werden kann. Mit ihrem architektonischen Stilmix und neu restaurierten Wand- und Deckengemälden bietet sie einen hervorragenden Einblick in die ehemalige Pracht des Klosters und späteren Schlosses Tegernsee.

Auch befindet sich im Gebäudekomplex des Schlosses Tegernsee das Gymnasium Tegernsee und eine Schlossbrennerei mit angeschlossenem Restaurant. Die hier in speziellen Kupferkesseln gebrannten Obstbrände können nicht nur auf der Terrasse mit Seeblick, sondern auch in den historischen Gewölben des Kellerrestaurants verkostet werden.
Apropos: Das Tegernseer Schloss ist nicht nur Standort einer Schnapsbrennerei, sondern auch des "Herzöglichen Bräustüberls am Tegernsee". Das Brauhaus, das auf eine lange Tradition zurückblickt, bietet echt bayerische Gemütlichkeit in geschichtsträchtiger Umgebung - historische Quellen weisen darauf hin, dass bereits zur Gründungszeit des Klosters Tegernsee mit dem Bierbrauen begonnen wurde. 1675 erhielt die Abtei Tegernsee dann die offizielle Lizenz, Bier fortan auch an Wirtshäuser verkaufen zu dürfen. Heute zählt ein Krug Tegernseer zu den offiziellen kulinarischen Eck- und Höhepunkten der Region.