Bauernhof- und Wintersportmuseum

Das Bauern- und Wintersportmuseum Markus Wasmeier befindet sich im Ortsteil Neuhaus am Schliersee und ist eines der größten Freilichtmuseen Bayerns. Das vom zweifachen Olympiasieger im Skirennlaufen gegründete Museum ist auf einem rund 60.000 Quadratmeter großen Privatgelände errichtet worden und ermöglicht es Besuchern, einen authentischen Einblick in die Geschichte des bayerischen Dorflebens zu werfen.

Das Konzept des Bauern- und Wintersportmuseums ist ebenso praktisch wie erfolgreich: Statt bloße Kopien von ursprünglichen Bauernhofsgebäuden zu errichten, wurden diese Stück für Stück abgebaut und auf dem Museumsgelände wieder errichtet. Im Mittelpunkt des Freilichtmuseums stehen die drei, aus verschiedenen Jahrhunderten stammenden Bauernhöfe, die mit einem Großteil ihres ursprünglichen Inventars auf das Gelände des Bauern- und Wintersportmuseums versetzt wurden. Der älteste Bauernhof ist der Riederhof, der bereits im 13. Jahrhundert erbaut und im Laufe der Zeit immer wieder erneuert und modernisiert wurde. Sein jetziges Interieur stammt aus der Zeit um 1730 und beinhaltet einen alten Kachelofen, originales Geschirr und handgeschnitzte Möbelstücke. Auch der Lukashof aus dem Jahr 1510 ist einen Besuch wert: In ihm können sich Besucher nicht nur mit dem Alltagsleben einer Bauernfamilie aus dem 16. Jahrhundert vertraut machen, sondern auch eine spezielle Ausstellung zum Thema Strom und Elektrizität im Wandel der Zeit besichtigen. Abschließend kann auch noch der Beham Hof aus dem 17. Jahrhundert besucht werden.
Im Bauern- und Wintersportmuseum wird sich jedoch keineswegs nur dem Familienleben auf dem bayerischen Dorf gewidmet: Auch ein altbayerisches Wirtshaus, eine Kapelle, eine Brauerei und traditionelle Werkstätten wie eine Schusterei, Schmiede oder Schreinerei zählen zu den Sehenswürdigkeiten des Museums. In letzteren werden an verschiedenen Wochentagen Vorführungen angeboten, die vom Korbflechten über Glasbrennerei bis hin zum Weben reichen und die Zuschauer auch dazu einladen, selber einmal Hand anzulegen. Frisches Holzofenbrot und ein einmal im Monat stattfindendes, echt bayerisches Weißwurstfrühstück zählen ebenfalls zum Angebot des Bauern- und Wintersportmuseums.

Sollten Sie zum Abschluss gerne noch einen kleinen Spaziergang durch die Natur machen wollen, so bietet sich ein Besuch der hübschen kleinen Bauerngärten an: Neben traditionellen Nutzpflanzen und zahlreichen Alpenblumen findet sich hier auch eine breite Auswahl an Gartenkräutern, über die auf einer Führung viel Interessantes erfahren werden kann. Unterwegs trifft man dabei nicht nur auf Hühner, Gänse und Wollschweine, sondern führt der Weg auch am Biotop-Weiher und am Obstanger des Museums vorbei.